15.05.2002 13:34 Uhr Brand Wellpappenfabrik in Warburg-Nörde
Die Feuerwehr Warburg wird von der Kreisleitstelle in Brakel mit dem Stichwort "BRAND 3" alarmiert. Gemeldet war ein Brand der Produktion nach vorangegangener Explosion eines Hydraulikbehälters. Vom STBI Menne wird noch auf der Anfahrt zur Einsatzstelle Vollalarm für die Stadt Warburg ausgelöst. Zwei Löschzüge und 13 Löschgruppen werden in Marsch gesetzt.
Ein zufällig im Bereich der Stadt Warburg fliegender Polizeihubschrauber aus Hessen fertigt die ersten Bilder. Später nimmt dieser Hubschrauber einen Luftbeobachter der Feuerwehr auf.
Noch vor dem Eintreffen der ersten Feuerwehrkräfte brennt eine Produktionshalle in voller Ausdehnung; in der zweiten Halle breitet sich das Feuer schnell aus.
Neben den Einsatzkräften aus Warburg werden alarmiert: Wechselladerfahrzeug (WLF) mit Atemschutzcontainer der Kreisfeuerwehrzentrale, Drehleiter (DLK 23-12) und Tanklöschfahrzeug (TLF 16/25) Feuerwehr Bad Arolsen, Großtanklöschfahrzeug (GTLF) Feuerwehr Diemelstadt, Löschgruppenfahrzeug (LF 24) Feuerwehr Borgentreich, LF 24 und TLF 16/25 Feuerwehr Willebadessen (LZ Peckelsheim und LZ Willebadessen). KBM Johannes Kunstein und stellv. KBM Friedhelm Kleinschmidt unterstützen die Einsatzleitung der Feuerwehr Warburg.

Aus dem Stadtgebiet Warburg kommen zum Einsatz:
2 TLF 16/25
1 TLF 24/50
1 LF 24
2 LF 16-TS
3 LF 8
1 SW
3 TSF-W
6 TSF
1 DLK 23-12
1 GW-Messtechnik
1 GW-Gefahrgut
2 GW
1 ELW 1
1 KdoW
Der Rettungsdienst des Kreises Höxter entsendet in der ersten Phase ein NEF und 2 RTW zur Einsatzstelle. 1 leicht verletzter Mitarbeiter wird zum Krankenhaus Warburg transportiert.
Zur Brandbekämpfung werden 3 Schlauchleitungen über lange Wegstrecke verlegt, da die Wasserversorgung aus dem Hydrantennetz nach kurzer Zeit erschöpft war.
Eingesetzt werden 177 Feuerwehrmänner. Sie werden nach ca. 2 Stunden von der SEG des DRK-KV Warburg versorgt (19 Einsatzkräfte).
Die Brandwache in der Nacht wird vom THW Warburg (18 Einsatzkräfte) unterstützt, das die Einsatzstelle mit 3 Power-Moon und mehreren Flutern taghell beleuchtet. Das THW unterstützt die Bergung von schweren Papierrollen aus der Halle mit technischem Gerät.
Mit
allen beteiligten Feuerwehren, Dienststellen und Hilfsorganisationen sind an
dieser Einsatzstelle insgesamt 226 Einsatzkräfte, die 1.854,5 Einsatzstunden
leisten.
Verbraucht werden ca. 650 m3 Löschwasser. Hierzu sind 3
Wasserförderstrecken notwendig, für die über 1.300 m B-Leitung verlegt werden
müssen, hinzu kommt noch der Pendelverkehr mit den eingesetzten Lösch- und
Tanklöschfahrzeugen.
Die Löscharbeiten werden erst am Nachmittag des 16.05.2002 abgeschlossen.
Landrat Hubertus Backhaus und Bürgermeister Walter Hellmuth informieren sich vor Ort über die Löscharbeiten und das Schadenausmaß.
WDR Bericht (avi-Datei ca. 1,5 MB)
Text: Detlef Menne Fotos: Polizei